In der Fachanwaltskanzlei Kill und Frech übernehmen Rechtsanwältin Cornelia Frech und Rechtsanwältin Anna Kill die Nebenklage und Opfervertretung.

Schutz und Schirm: Opfervertretung und Nebenklage

In einem Strafverfahren gegen einen Täter hat man als Opfer nur wenige Rechte, die man wahrnehmen kann und für deren Durchsetzung man in vielen Fällen meist einen Rechtsanwalt benötigt. In der Fachanwaltskanzlei Kill und Frech übernimmt Rechtsanwältin Cornelia Frech und Rechtsanwältin Anna Kill die Nebenklage und Opfervertretung.

Im Strafverfahren geht es darum, die Schuld eines Täters bezogen auf eine oder mehrere Tathandlungen festzustellen.
Als Opfer, also als Verletzter der Straftat, stellt man in persona eines von mehreren Beweismitteln im Strafverfahren dar. Dabei geht es – leider – nicht um die Befindlichkeit des Opfers und seine Gefühle, sondern nur um Informationen.

Die Strafprozessordnung (StPO), die regelt, wie das Ermittlungsverfahren, die Strafverhandlung etc. gegen den Täter abzulaufen haben, kennt den Opferbegriff noch nicht einmal. Das Opfer wird dort bezeichnet als Verletzter oder mit seiner Funktion als Nebenkläger oder Zeuge benannt.
Die Opfer sehen sich quasi mit einem „Zwei-Klassen-System“ in der Strafprozessordnung konfrontiert: Verletzter ist derjenige, der durch die behauptete Straftat unmittelbar in seinem Rechtsgut beeinträchtigt oder dessen Interesse durch den Schutzbereich der verletzten Strafrechtsnorm betroffen ist. Die Rechte des Verletzten sind in den §§ 406 d-h StPO geregelt.  Daneben gibt es die „privilegierten“ Verletzten, die als Nebenkläger nach den § 395 ff StPO auftreten können.

Welche Rechte haben alle Opfer?

Der Verletzte kann auf Antrag – als Person jedoch nur eingeschränkt – Informationen über das Strafverfahren erhalten, und zwar:
• über die Einstellung des Verfahrens,
• über den Ausgang des gerichtlichen Verfahrens,
• ob eine Weisung an den Täter zur Kontaktvermeidung mit dem Opfer vorliegt,
• über Anordnung, Beendigung oder Lockerung freiheitsentziehender Maßnahmen.
Zuvor muss aber geprüft werden, ob die Information des Opfers womöglich schutzwürdige Interessen des Beschuldigten verletzt.

Vertretung durch einen Rechtsanwalt bei Nebenklage / Opfervertretung

Beauftragt das Opfer einen Rechtsanwalt, so darf dieser Akteneinsicht beantragen und erhält die Strafakten zur Information und Einsicht. Außerdem darf der Rechtsanwalt dabei sein, wenn das Opfer von der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht als Zeuge verhört wird.
Dabei darf der Anwalt z. B. einen Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit während der Vernehmung stellen (in Deutschland sind Strafverhandlungen regelmäßig öffentlich, auch wenn es z. B. um Sexualstraftaten geht).
Auch kann der Rechtsanwalt an das Opfer gestellte Fragen beanstanden. Das hilft oftmals, wenn das Opfer vom Verteidiger sehr bedrängt wird.
Der „priviligierte“ Verletzte darf auch Nebenkläger sein und hat damit ein Recht, selbst wenn er später eine Zeugenaussage machen muss, von Anfang an der Hauptverhandlung beizuwohnen.
Darf ein Opfer als Nebenkläger auftreten, so kann in bestimmten Fällen auf Staatskosten ein Anwalt beigeordnet werden.
In § 395 StPO sind die Taten genannt, die es dem Tatopfer ermöglichen, sich dem Verfahren als Nebenkläger anzuschließen.

Anschluss als Nebenkläger

Vorteile des Anschlusses als Nebenkläger sind, dass sich das Opfer über den Anwalt aktiv am Strafprozess beteiligen kann, anstatt auf die passive Funktion als Zeuge reduziert zu werden:
• Das Opfer darf, wie auch der Verteidiger, Fragen stellen.
• Das Opfer darf Anträge zur Beweiserhebung stellen.
• Nach jeder Beweiserhebung können Erklärungen abgegeben werden.
• Das Opfer kann ein Plädoyer halten wie die Staatsanwälte und der Verteidiger.
• Das Opfer kann bei einem Freispruch wegen Schuldunfähigkeit des Täters das Urteil anfechten etc.

Rechtsanwaltskosten für eine Nebenklage: Was kostet die Opfervertretung?

Häufig kann ein Antrag gestellt werden, dass der Staat die Anwaltskosten übernimmt. Doch schon die Beratung zur Antragstellung kostet beim Anwalt Geld. Sind Sie Opfer einer Gewalttat, können Sie häufig einen Beratungsscheck vom Weissen Ring für die kostenlose Erstberatung beim Anwalt erhalten.
Außerdem können Sie, wenn Sie rechtsschutzversichert sind, Ihren Versicherer zumindest um Kostendeckung für ein Erstberatungsgespräch beim Anwalt bitten. So lassen sich auch Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche klären.

In dieser problematischen Situation begleiten wir Sie kompetent und sicher. Da wir auch im Bereich der Strafverteidigung aktiv sind, kennen wir die Strafprozessordnung und wissen, wie sich diese auch im Sinn des Opfers nutzen lässt. Wir wissen, warum das Gericht in welcher Phase wie handelt. Dies kann ein Anwalt, der nur gelegentlich Opfer vertritt und in der Strafverteidigung nicht erfahren ist, häufig nicht durchschauen. Wir unterstützen Sie in Ihren Zeugenaussagen, auch indem wir Anträge auf Ausschluss der Öffentlichkeit oder des Täters stellen, wenn dies möglich ist.
Durch unsere Vernetzungen können wir Ihnen Empfehlungen geben, wie Sie sich Hilfestellungen außerhalb des juristischen Rahmens verschaffen können. Und wir wissen, wie wir Ihnen zusätzlichen Schutz vor dem Täter verschaffen können, sollte dieser Sie im Vorfeld der Verhandlung oder nach der Tat bedrängen, um Ihre Aussage zu verhindern.